[lug-ld] Repraturprogramm gefragt; SSD-Problem?!

Florian Heiser florian.heiser at posteo.de
Di Jan 20 21:16:42 CET 2026


 Hallo Heinz,

 um das Problem besser zu verstehen, wäre gut zu wissen, was Du als
Macke bezeichnest. Hängt dein Betriebssystem? Sind Dateien beschädigt?
Wie äußert sich diese Macke?

Dann wäre gut zu wissen, welches Dateisystem Du benutzt.

Ich würde zwei Dinge tun: 
1.) logs auslesen. Schau nach, ob da in der Startsequenz oder im Betrieb
etwas auffällig ist - ich nutze dafür journalctl und journalctl -k
(dasselbe dmesg). Unter Gnome gibt es auf gnome-logs, eine grafische
Anwendung in der die Meldungen bisschen übersichtlicher dargestellt
werden. Gibt es für andere Desktops bestimmt auch, nur kenne ich die
nicht.

2.) Hardwarezustand der betroffenen Platte auslesen. Dazu benutze ich
normalerweise smartctl, ein Befehl der von einem Paket namens
smartmontools bereit gestellt wird.
Damit kannst Du verschiedenste Parameter (Ist-Zustand) deiner Platte
auslesen, sowie einen short und long Test durchführen.
Unter Gnome werden diese Infos auch in gnome-disks bereitsgestellt.
Andere Desktops haben sicherlich auch GUI-Tools um S.M.A.R.T. Werte
auszulesen bzw. die Tests durchzuführen.

Die Ausgabe der S.M.A.R.T. Werte kann anfänglich ein bisschen
kompliziert wirken. Ich habe während einer ganz kurzen Suche folgenden
Link gefunden, der das ein bisschen erklärt. Ich bin mir sicher, dass Du
mit einer weiteren Suche viele gute weitere Erklärungen findest.

Wenn nichts auf einen Hardwaredefekt hindeutet, dann melde Dich nochmal
mit mehr Details und Logs...

Viele Grüße,
Florian

Am 2026-01-20 16:32 schrieb Hakon Benner: 

> Hallo Heinz, 
> 
> ich habe weder unter Linux noch unter Windows, weder mit HDD noch mit SSD, Zustände in denen der Rechner unter Windows eine "Macke" zeigt. Ich kenne bisher auch außer Dir niemanden, der solche Probleme berichtet. Was ich nicht habe, sind Einschübe, mit denen ich HDD/SSD tausche. 
> 
> Was mir dazu einfällt (Möglichkeiten): 
> 
> * Lange her, aber ich hab schonmal gehört, dass solche Einschübe mitunter solche Probleme verursachen können
> * Grundsätzlich ist es wohl auch physikalisch bei SSDs eher möglich, dass bei längerer Nichtbenutzung Bits kippen können (also eher als bei HDDs)
> * Windows ist mit seinem sehr alten Filesystem (vermutlich NTFS) etwas empfindlicher als Linux (mit Journalling Filesystems wie z. B. EXT3 oder besser) und will expliziet eine Reparatur machen, wenn es feststellt, dass irgendwo was nicht ganz 100% stimmt
> * Filesysteme wie EXT3 oder besser (XFS, ZFS, BTRFS, ...) haben Techniken "eingebaut", die sowas (gekippte Bits o. ä.) im Hintergrund erkennen und reparieren, ohne den User damit zu behelligen
> * früher war es bei Linux (z. B. bei EXT2) auch so, dass jeden X-ten Boot ein fsck (File System Check) lief, der sowas ggf. für den User sichtbar reparierte
> 
> Grundsätzlich ist es schwierig ohne Details zu antworten: 
> 
> * Was genau wurde repariert, wenn der Rechner sagt "Reparatur fand statt"?
> * Was sind "Komische Betriebszustände"?
> * Welche Filesysteme verwendest du unter Windows? Welche unter Linux?
> 
> Je nachdem welche Filesysteme du verwendest, gibt es Filesystem-Tools, die normalerweise der installierten Distribution beiliegen, bzw. aus den entsprechenden Paketquellen installiert werden können, mit denen man das ggf. "beschädigte" Filesystem reparieren kann. Ich bin bisher ohne diesbezügliche manuelle Eingriffe zurecht gekommen. 
> 
> Ein Linux Tools, welches ggf. aufräumen kann, ist z. B. fslint, wobei das eher oberhalb des Filesystems aufräumt (z. B. doppelte Dateien sucht, falsche Zeichen in Dateinamen entfernt usw.) 
> 
> Liebe Grüße 
> 
> de Hakon 
> 
> Am 20.01.26 um 14:59 schrieb Pahle Heinz: 
> 
>> Liebe LUGer, 
>> 
>> Ich habe Rechner, die mit Festplatten (HD) und alternativ mit SSDs laufen können. Meine Rechner haben Einschübe, die HD oder alternativ SSD aufnehmen können. Es kommt zwar ganz selten vor, aber wenn einer der Rechner eine "Macke" zeigt, dann nur, wenn er von einer SSD "angetrieben" wird. Das passiert also nicht bei einem bestimmten Rechner, jeder kann es sein. 
>> Passiert das unter Windows, dann starte ich "sfc /SCANNOW" und ein Reparaturvorgang startet. In 99,99% der Fälle erfolgt die Meldung "Reparatur fand statt" und die Macke ist weg. 
>> 
>> Komische Betriebszustände erlebte ich auch schon unter Linux bei SSD-Betrieb. Zumindest wäre jetzt ein Programm vonnöten, das aussagt, ob ein Fehlerzustand vorliegt oder nicht. Ein umfängliches Testprogramm kenne ich unter Linux nicht und ich bitte um einen Tipp. 
>> Aber: Das übliche Problem für mich nicht Standard-Linuxler ist eine Installation eines Programmes, welches nicht der Distri beiliegt, jedoch wenn, dann ganz einfach z.B. bei Mint mit GUI-Mitteln installiert werden kann. 
>> 
>> Ich vermute, dass bei SSDs anscheinend in großen Abständen ein Bit kippt, was ich bei Magnetplatten so noch nicht erlebte. 
>> OK, Kopflandungen bei HDs mit ganz vielen Bits kaputt, hört man wenigstens :)) 
>> 
>> Gruß Heinz 
>> 
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