[lug-ld] Repraturprogramm gefragt; SSD-Problem?!

Pahle Heinz heinz.pahle at gmx.de
Mi Jan 21 17:49:23 CET 2026


Hallo, liebe Beantworter und mitlesende LUGer!

Hallo Florian, danke für Deine Antwort!

Ich verstehe Dich. Als "Linux-Tiefenfummler" möchtest Du genaueres 
wissen, damit Du helfen kannst. Aber das Nachvollziehen wäre das nächste 
Problem für Leute wie mich. So tief steigt ein normaler Windows-User 
nicht ein. Warum auch? Er kriegt einfach aufzurufende Werkzeuge an die 
Hand, die eine Aufgabe übernehmen, z.B. "sfc". Die technische "Dummheit" 
dieser User ist eingepreist. Dann folgt ein Vorschlag von Dir. Wenn bei 
meiner Distri Mint "smartmontools" dabei ist, dann kann ich die per GUI 
installieren, ansonsten nicht. Für diesen Hinweis mal danke.

Kurz nochmal zum Betreff: Ein Reparaturprogramm war gefragt, weil ich so 
etwas von Windows kenne. Vielleicht gibt es ähnliches bei Linux, so 
meine Denke. Das Windows-Programm "sfc" testet das System, macht Meldung 
"alles OK", oder "Reparatur wurde durchgeführt". Wenn ich letzteres 
lese, dann probiere ich die Aktion, die vorher nicht ging ("Macke"). 
Wenn ich lese "keine Fehler", dann muss ich bei mir selbst suchen. 
Bisher hatte ich für mich und Ratsuchende immer Glück im Unglück, es 
wurde repariert.

Dass ich SSDs gegenüber Magnetplatten als hin und wieder fehlerbehaftet 
vermutete, das war nur ein Hinweis, denn so etwas kann auch mal einen 
LUGer treffen. Ich dachte mir auch etwas dabei. Es gibt ja 
SSD-Speicherzellen die z.B. 8 Zustände (sogar auch 16) speichern können, 
was ja von Dual ganz weit weg ist. Das ist Analogtechnik pur und 
Komparatoren müssen fein unterscheiden. Da wäre ein Ein-Bit-Kippen von 
Magnetplatten noch etwas einfaches, denn ein Störimpuls(!) könnte bei 
einer SSD Schädigung meherer Bits herbeiführen, Komparatoren ausgetrickst.

Danke nochmal fürs Reinknien und vielleicht hast Du auch etwas vom 
Mitbewerb gelernt. Die Leute wollen anwenden, nicht unbedingt wissen, 
wie es in Tiefe realisiert wird. Frag mal einen Windowsmenschen, ob er 
weiß was CUPS ist. Das muss er nicht wissen, denn Drucker installieren, 
das ist bei Windows einfachst und einen Drucker, den Windows nicht 
kennt, den gibt es hochwahrscheinlich nicht. Siehe vorher technische 
"Dummheit" eingepreist.

Gruß und nix für ungut
Heinz
--------------------------------
Hallo Hakon, danke für Deine Antwort.

Ich habe Dich als lieben Kerl abgespeichert :))
Aber dazu passen aktuell Deine erste 2 Antwort-Sätze nicht so recht. Da 
ich seit Jahrzehnten täglich viele Stunden an Rechnern arbeite(te), muss 
meine Wahrscheinlichkeit Fehler zu entdecken größer sein, als die eines 
Jungmannes.
Und, betreust Du Windows-Anwender, Freunde/Verwandten, wie ich? Ich habe 
schon öfter von diesen Anfragen gekriegt, wenn "komische" Fehler 
auftraten, was heißen kann, es passiert auf eine Aktion hin nichts. 
Letzt ein Bruder, der keine Desktop-Kopie hinkriegte, obwohl er die von 
mir übermittelten Möglichkeiten probierte. Ich dann: "Jetzt kommt ein 
Wundermittel, sfc". Bruder machte und ich bekam einen Desktop-Ausdruck. 
Ergo: Hakon, jetzt kennst Du zwar nicht "meine" Menschen, aber es sind 
mit mir ein paar mehr als niemand, wie Du schriebst, was mir ein wenig 
überheblich klingt.

Zu Deinen Möglichkeiten, kommentiert:
1.
Einschübe lasse ich unkommentiert, glaube es nicht; ausgelaschte 
Kontakte gibt es bei mir nicht, ich habe ein Verfahren dagegen.
2.
SSD eher möglich, das ist ja mein Problem. Bingo!
3.
Windows FS "empfindlich" ist sicher ein falsches Wort von Dir; das BS 
berechnet keine Hashes und das hat wohl nichts mit Empfindlichkeit zu tun!
4.
Linux EXT, XFS, ZFS, BTRFS haben eben die Möglichkeiten Hashes 
berechnen, abspeichern, prüfen; das sind die Techniken. Ganz frisch 
gelernt, aber auch dabei erfahren ETX3 fällt raus. Siehe unten KI-Anfrage.
Wenn aber ein Bit im Hash-Bereich kippt, wird halt schadlos und grundlos 
repariert, braucht aber definitiv eine Referenz.
5.
Ich guck mal, ob fsch bei meinem Mint funktioniert. Das würde mich sehr 
freuen.

Deine Fragen:
1.
Was repariert wurde, wird in einer riesigen, fast undurchdringlichen 
Datei abgelegt (wohl für Systembetreuer gedacht, nicht für Anwender wie 
mich), genaugenommen ist mir das aber auch als Jünger des Wettbewerbs 
sch...egal. Ich weiß, in aller Tiefe fummeln, das liegt wohl nur in der 
Linuxler-Gene, was ich hiermit nicht(!) abwerte.
2.
"Komisch" sind so Sachen, ich schrieb "Macke", wie keine Aktion auf 
Klicken, Maus bleibt stehen, etc.
3.
Bei Windows habe ich das "uralte" NTFS, das mit einem super geilen 
Rechtesystem ausgestattet ist :)) [ja, erst SE-Linux wird so etwas auch 
haben]; Windows arbeitet nicht mit Hashes und ECC-RAMS habe ich nicht. 
Bei Linux habe ich, glaube ich ETX3. Eine auf jetzt erfolgte 
KI-Testanfrage schreibt: ETX3/ETX4 kann keine Bitfehler erkennen, Hakon, 
anders als Du glaubst, wenn die KI nicht lügt :))

Was folgt für mich?
Ich werde zukünftige Fragen nur noch an das Weltwissen richten, an die 
KI. Meine Erfahrung: Stellt man der KI ganz konkrete Fragen, teilt mit, 
was man darüber weiß, aber auch was nicht, schreibt man auch seine 
Vermutungen, dann kriegt man tolle, verständliche Antworten und wird 
noch im Ton ausgesprochen zuvorkommend und höflich behandelt. 
Selbstverständlich muss eine Antwort auf Plausibilität überprüft werden. 
Dass zukünftig die Bots von Putin in die Suppe spucken können, muss 
beachtet werden.

Was wollte ich?
Es ging mir nicht um Macken beschreiben, sondern um die Möglichkeiten 
eines Systemtest bei Linux, der quasi Sicherheit liefert, ob etwas im 
System schräg läuft und in diesem Fall repariert, oder ich Fehler bei 
mir suchen muss!
Ich habe nach Deiner Antwort, Hakon,
eine KI-Anfrage (Google-KI) gestellt und sehr gute Antworten bezüglich 
FS bei Linux gekriegt.

Meine Frage:
"Ist es wahr, dass Linux Filesysteme (ETX3, XFS, ZFS, BTFS) gekippte 
Bits erkennen und reparieren können? Bei Hardwareeinsatz, zusätzliche 
Prüfbit(s) bei Speicherriegel, kann ich das eher verstehen als bei 
Filesystemen."
Ich hänge das einfach an.

OK, ein menschliches Miteinander hat ja ebenfalls einen Wert, was LUG 
auch bietet. Nur, die Runde hat nicht das Weltwissen, was man vielleicht 
auch beachten sollte. Ich "ärgere" Euch nicht mehr mit dummen Fragen. 
Zum Trost sei geschrieben: KI-Gesundheitanfragen werden zukünftig Ärzte 
ins Schwitzen bringen und garantiert alle, die ihr Wissen bisher 
verkaufen konnten.

Gruß Heinz
--------------------------------
Das Thema ist für mich durch. Wenn Linux irgend wann mal wieder mit SSD 
zickt, "ziehe ich den Stecker", koche einen Kaffee, habe beim nächsten 
Hochfahren wieder meine Freude. Dann ist es halt so. Amen.

Gruß Heinz

Am 20.01.2026 um 21:16 schrieb Florian Heiser:
> Hallo Heinz,
> um das Problem besser zu verstehen, wäre gut zu wissen, was Du als Macke 
> bezeichnest. Hängt dein Betriebssystem? Sind Dateien beschädigt? Wie 
> äußert sich diese Macke?
> 
> Dann wäre gut zu wissen, welches Dateisystem Du benutzt.
> 
> Ich würde zwei Dinge tun:
> 1.) logs auslesen. Schau nach, ob da in der Startsequenz oder im Betrieb 
> etwas auffällig ist - ich nutze dafür journalctl und journalctl -k 
> (dasselbe dmesg). Unter Gnome gibt es auf gnome-logs, eine grafische 
> Anwendung in der die Meldungen bisschen übersichtlicher dargestellt 
> werden. Gibt es für andere Desktops bestimmt auch, nur kenne ich die nicht.
> 
> 2.) Hardwarezustand der betroffenen Platte auslesen. Dazu benutze ich 
> normalerweise smartctl, ein Befehl der von einem Paket namens 
> smartmontools bereit gestellt wird.
> Damit kannst Du verschiedenste Parameter (Ist-Zustand) deiner Platte 
> auslesen, sowie einen short und long Test durchführen.
> Unter Gnome werden diese Infos auch in gnome-disks bereitsgestellt. 
> Andere Desktops haben sicherlich auch GUI-Tools um S.M.A.R.T. Werte 
> auszulesen bzw. die Tests durchzuführen.
> 
> Die Ausgabe der S.M.A.R.T. Werte kann anfänglich ein bisschen 
> kompliziert wirken. Ich habe während einer ganz kurzen Suche folgenden 
> Link gefunden, der das ein bisschen erklärt. Ich bin mir sicher, dass Du 
> mit einer weiteren Suche viele gute weitere Erklärungen findest.
> 
> Wenn nichts auf einen Hardwaredefekt hindeutet, dann melde Dich nochmal 
> mit mehr Details und Logs...
> 
> Viele Grüße,
> Florian
> 
> Am 2026-01-20 16:32 schrieb Hakon Benner:
> 
>> Hallo Heinz,
>>
>> ich habe weder unter Linux noch unter Windows, weder mit HDD noch mit 
>> SSD, Zustände in denen der Rechner unter Windows eine "Macke" zeigt. 
>> Ich kenne bisher auch außer Dir niemanden, der solche Probleme 
>> berichtet. Was ich nicht habe, sind Einschübe, mit denen ich HDD/SSD 
>> tausche.
>>
>> Was mir dazu einfällt (Möglichkeiten):
>>
>>   * Lange her, aber ich hab schonmal gehört, dass solche Einschübe
>>     mitunter solche Probleme verursachen können
>>   * Grundsätzlich ist es wohl auch physikalisch bei SSDs eher möglich,
>>     dass bei längerer Nichtbenutzung Bits kippen können (also eher als
>>     bei HDDs)
>>   * Windows ist mit seinem sehr alten Filesystem (vermutlich NTFS)
>>     etwas empfindlicher als Linux (mit Journalling Filesystems wie z.
>>     B. EXT3 oder besser) und will expliziet eine Reparatur machen,
>>     wenn es feststellt, dass irgendwo was nicht ganz 100% stimmt
>>   * Filesysteme wie EXT3 oder besser (XFS, ZFS, BTRFS, ...) haben
>>     Techniken "eingebaut", die sowas (gekippte Bits o. ä.) im
>>     Hintergrund erkennen und reparieren, ohne den User damit zu behelligen
>>   * früher war es bei Linux (z. B. bei EXT2) auch so, dass jeden X-ten
>>     Boot ein fsck (File System Check) lief, der sowas ggf. für den
>>     User sichtbar reparierte
>>
>> Grundsätzlich ist es schwierig ohne Details zu antworten:
>>
>>   * Was genau wurde repariert, wenn der Rechner sagt "Reparatur fand
>>     statt"?
>>   * Was sind "Komische Betriebszustände"?
>>   * Welche Filesysteme verwendest du unter Windows? Welche unter Linux?
>>
>> Je nachdem welche Filesysteme du verwendest, gibt es Filesystem-Tools, 
>> die normalerweise der installierten Distribution beiliegen, bzw. aus 
>> den entsprechenden Paketquellen installiert werden können, mit denen 
>> man das ggf. "beschädigte" Filesystem reparieren kann. Ich bin bisher 
>> ohne diesbezügliche manuelle Eingriffe zurecht gekommen.
>>
>> Ein Linux Tools, welches  ggf. aufräumen kann, ist z. B. fslint, wobei 
>> das eher oberhalb des Filesystems aufräumt (z. B. doppelte Dateien 
>> sucht, falsche Zeichen in Dateinamen entfernt usw.)
>>
>> Liebe Grüße
>>
>> de Hakon
>>
>> Am 20.01.26 um 14:59 schrieb Pahle Heinz:
>>> Liebe LUGer,
>>>
>>> Ich habe Rechner, die mit Festplatten (HD) und alternativ mit SSDs 
>>> laufen können. Meine Rechner haben Einschübe, die HD oder alternativ 
>>> SSD aufnehmen können. Es kommt zwar ganz selten vor, aber wenn einer 
>>> der Rechner eine "Macke" zeigt, dann nur, wenn er von einer SSD 
>>> "angetrieben" wird. Das passiert also nicht bei einem bestimmten 
>>> Rechner, jeder kann es sein.
>>> Passiert das unter Windows, dann starte ich "sfc /SCANNOW" und ein 
>>> Reparaturvorgang startet. In 99,99% der Fälle erfolgt die Meldung 
>>> "Reparatur fand statt" und die Macke ist weg.
>>>
>>> Komische Betriebszustände erlebte ich auch schon unter Linux bei SSD- 
>>> Betrieb. Zumindest wäre jetzt ein Programm vonnöten, das aussagt, ob 
>>> ein Fehlerzustand vorliegt oder nicht. Ein umfängliches Testprogramm 
>>> kenne ich unter Linux nicht und ich bitte um einen Tipp.
>>> Aber: Das übliche Problem für mich nicht Standard-Linuxler ist eine 
>>> Installation eines Programmes, welches nicht der Distri beiliegt, 
>>> jedoch wenn, dann ganz einfach z.B. bei Mint mit GUI-Mitteln 
>>> installiert werden kann.
>>>
>>> Ich vermute, dass bei SSDs anscheinend in großen Abständen ein Bit 
>>> kippt, was ich bei Magnetplatten so noch nicht erlebte.
>>> OK, Kopflandungen bei HDs mit ganz vielen Bits kaputt, hört man 
>>> wenigstens :))
>>>
>>> Gruß Heinz
>>>
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