[lug-ld] Repraturprogramm gefragt; SSD-Problem?!

Pahle Heinz heinz.pahle at gmx.de
Do Jan 22 09:48:24 CET 2026


Hallo Flo, hallo LUGer,
hallo Volker, Deine mail landete mal wieder im Spam, kann jetzt leider 
nicht drauf eingehen, sorry, aber ich lese es noch!

Also das von Dir Flo geratene "Vorspiel" mit GParted, das funktionierte, 
das macht Mut mit fsck weiterzumachen. Genau so war auch mein System als 
Trainer bei einer Weltfirma. Jedes kleine Funktionieren, löste Freude 
bei den Kursteilnehmern aus und motivierte weiter zu machen.
Ich habe am frühen Morgen nochmal mit "fsck" gespielt.

Gut ich weiß jetzt, dass man die zu checkende Partition angeben muss, 
weil automatisch wieder die MS reservierte Partition eingestellt war. 
Jetzt zum Lernen für Linux-Tiefenwisser, ob man das für Umsteiger 
wirklich so anbieten muss:

"WARNUNG!!! Das Dateisystem ist eingehängt. Wenn Sie fortfahren, 
***WERDEN***
Sie ***SCHWERWIEGENDE*** Schäden am Dateisystem verursachen.

Wirklich fortfahren<n>? abgebrochen!
Prüfung abgebrochen."

Solche Nachrichten sieht ein Windows-Mensch nie. *Die Software weiß doch 
um die Gefährlichkeit*. Warum wird da nicht eine "brave" Info 
ausgegeben, so etwa: "Bitte wählen Sie eine andere Partition. Die 
voreigestellte wurde aus Sicherheitsgründen blockiert." Ja, ich weiß, 
hörte ich schon: In der UNIX-Anfangszeit hat man jedes Info-Byte 
gespart, Tiefenhacker brauchten die nicht.
Wenn man aber Menschen für Linux gewinnen will, dann muss man 
nachjustieren, oder man verschweigt alle mögliche Terminal-Sachen und 
konzentriert sich Windows like auf GUI. Aber, mein Noch-Wissen mit 
"apt-get" hat mir überhaupt GParted an Land gezogen.

Ich habe einen tollen Kurs entdeckt, war in der Vergangenheit auch schon 
auf der web site. Die Leute dort sind bessere Lehrer als die 
Ubuntu-Helfer. Klar, am Ende will Krenn auch ins Geschäft kommen, ist 
gute Motivation.

https://www.thomas-krenn.com/de/wiki/FSCK_Best_Practices

Nochmal Dank an alle Beteiligten
Gruß Heinz



Am 22.01.2026 um 00:24 schrieb Volker Gass:
> Hallo Heinz,
> 
> das Schreiben dieser Antwort fällt mir nicht leicht, ich könnte mich 
> einfach
> zurücklehnen und denken: "was geht mich das alles an, ich halte mich da 
> raus..."
> 
> Aber Deine Art, wie Du Leute, die sich bereitwillig hinsetzen und Dir 
> ausführlich
> versuchen zu antworten und helfen, vor den Kopf stößt, finde ich alles 
> andere als
> "schön". Dabei fürchte ich fast, daß Du das selbst noch nicht einmal 
> merkst.
> 
> Erst mal zu mir, damit ich nicht auch als "Jungmann" abqualifiziert werde.
> Ich bin seit ganz am Anfang den Achtziger Jahre bei der "Computerei" dabei,
> so auch mit den ersten Festplatten, die es je für "PC" gegeben hat.
> (meine erste Festplatte hatte etwa 5 MEGA(!)Byte und kostete fast 6000 DM)
> 
> 1987 arbeitete ich sogar eine Zeit lang für den Händler der Festplatten als
> Software-Entwickler für seine Festplattentreiber. Das war aber nicht das
> richtige und hatte keine Zukunft und so wechselte ich die Firma und in den
> Kundensupport, d.h. ich kümmerte mich den ganzen Tag am Telefon und auch 
> vor
> Ort um alle "Wehwehchen" von Kunden, beriet Firmen und gab u.a. auch 
> Vorträge
> und Schulungen. Nach einigen Zwischenstationen war ich zum Schluß bei 
> dem damals
> größten Computerhändler verantwortlich für die deutschlandweite Leitung des
> Supports. Dazu gehörte auch die Ausbildung weiterer Supporter – die 
> Kontakte
> zu den Endkunden wurden damit zwar etwas weniger, blieben mir aber zum Teil
> bis heute erhalten.
> 
> Ich bin zwar jetzt durch mein Handicap schon eine ganze Zeit lang 
> "draußen",
> behaupte aber mit Fug und Recht, kein "Jungmann" zu sein und noch zu 
> wissen,
> wie "echter" Support geht. (nicht: starten sie mal den Rechner neu, dann 
> wird’s
> schon wieder gehen. Sonst holen wir den Rechner ab und schreiben eine 
> Rechnung)
> 
> Es gibt Leute, die rufen ganz aufgeregt an, daß ihr Computer "nicht mehr 
> geht".
> Fragt man dann etwas genauer nach, kann man manchmal mit etwas Glück 
> erfahren,
> daß auf dem Bildschirm eine Meldung aufgepoppt war. Fragt man danach, 
> was da
> stand, kommt nicht selten die Antwort: "weiß nicht, hab ich gleich weg 
> gedrückt"
> 
> Bei Dir ist es nicht unähnlich: Du schreibst etwas von "komischen 
> Verhalten",
> dann davon, man bei Windows einfach mal ein Programm startet und dann 
> ist alles
> wieder gut - bis zum nächsten Mal. Oder eben auch nicht.
> 
> Irgendwie muß man an die Ursache des Problems kommen und Florian hat 
> sich bemüht,
> auf die ihm bekannte Weise dem Ganzen zuerst einmal auf die Schliche zu 
> kommen.
> 
> Dafür erklärst Du ihn zum "Linux-Tiefenfummler" und schwadronierst 
> wieder mit
> vielen Worten, daß das mit Windows alles einfacher geht, man von 
> Windows-Usern
> nicht mehr erwarten kann und er die von Dir erwarteten Parameter nicht 
> eingehalten
> hat: Programm mit GUI, Knopf drücken: gut.
> 
> Auch Hakon bekommt als "Jungmann" sein Fett weg und sprichst im jegliche 
> Support-
> Kompetenz ab. Das finde ich schon ziemlich anmaßend, fast schon 
> unverschämt.
> 
> Und immer wieder kommen die Vergleiche mit Windows, wie und daß es damit 
> besser
> und viel einfacher geht.
> 
> Verstehe ich nicht: was willst Du in der Linux User Group (LUG) wenn Du 
> doch bei
> Windows bleibst und bleiben willst, immer wieder von Windows sprichst 
> und immer
> wieder Vergleiche damit ziehst. Wäre es nicht einfacher und sinnvoller, 
> sich mit
> Gleichgesinnten in einer Windows-Gruppe zusammen zu setzen...?
> 
> Nix für ungut.
> 
> 
> Die neue Folgeantwort von Florian, es mit "gParted" (GUI) zu versuchen, 
> entspricht
> eigentlich am ehesten der Antwort, die Du erwartet hattest. Ich fürchte 
> nur, daß
> gParted zu "mächtig" und damit zu gefährlich für einen "Windowsmenschen" 
> ist.
> Es erfordert schon etwas Sorgfalt und Wissen und damit ist im 
> Handumdrehen auch mal
> schnell eine Festplatte formatiert...
> 
> Zu den "komischen Zustände" und "Macken" der Festplatte bzw. SSD habe 
> ich aber
> eine ganz andere Theorie. Ich (und "meine" Leute) nutzen Festplatten und 
> SSDs zum
> Teil viele Jahre lang, meist ganz ohne die geringsten Probleme. (Macken)
> 
> Einen IO-Fehler sollte die Hardware von selbst erkennen und die Software 
> darauf
> reagieren, Fehler im "Inhaltsverzeichnis" einer HD/SSD werden oft mit 
> mehrfach
> redundanten Kopien der Dateistruktur und mit Journaling vorgebeugt.
> Diese Redundanz wird wohl auch Dein Windows-Programm nutzen, eine 
> "Reparatur"
> in dem Sinn kann man das eigentlich nicht nennen.
> 
> Die Ausfallsicherheit von Festplatten/SSD war bisher so hoch, daß einem
> "Normalanwender" "verrottete" Bits im Alltag nie begegnet sind - viel 
> eher und
> wahrscheinlicher sind es ganz andere Hardwareprobleme.
> Da galt bisher nur: Pech gehabt - man hat ja schließlich sein Backup, 
> gell? ;-)
> 
> Das Thema "Bitrot" von HD/SSD ist erst mit den riesigen, neuen 
> Kapazitäten und den
> super-eng gepackten Daten auffällig geworden, wo riesige Datenmengen 
> (Terabytes!)
> hin- und her kopiert werden. Dagegen kann nur ein Dateisystem wie ZFS 
> und BTRFS
> helfen. Doch deren Einsatz alleine reicht nicht ganz aus, man braucht 
> auch eine
> vernünftige Hardware dazu und muß auch wissen, wie man diese richtig 
> einsetzt.
> Aber das sind alles Themen, die gehören eher in die Welt der File- und 
> Datenserver.
> Da hat Hakon wohl sehr viel mehr Erfahrung und Ahnung...
> ...mit Support kennt er sich ja nicht aus.
> 
> Lange (sehr lange) Rede, kurzer Sinn:
> 
> Als Ursache für Dein Problem mit dem komischen Verhalten und Macken 
> vermute ich
> eher eine unzureichenden Hardware - und vor allem das olle NTFS. Dieses 
> proprietäre
> Filesystem ist schließlich auch schon über 30 Jahre alt. In dieser Zeit 
> hat man es
> vielleicht immer noch ein Stückchen weiter "aufgeblasen", aber wirklich 
> weiter-
> entwickelt hat es sich, meines Wissens, nicht wirklich.
> 
> Thema Hardware:
> Unsere Web- und Mailserver im Rechenzentrum liefen z.B. über fünf Jahre 
> lang unter
> Last und rund um die Uhr (ext4, RAID1). Erst dann habe ich, und nur zur 
> Sicherheit
> und zur Vorbeugung eines Hardwarefehlers, die Platten wechseln lassen - 
> nicht wegen
> eines Problems. Privat ist in meinem Uralt-Mac immer noch eine 
> Festplatte von vor
> 2012 drinnen - läuft immer noch ohne Probleme, ohne Macken, kein 
> komisches Verhalten.
> Ebenso meine erste SSD. Auch bei "meinen Leuten" und meinen "Kunden", 
> die ich zum
> Teil schon über zwanzig Jahren betreue, habe ich von komischen Verhalten 
> und Macken
> noch nie gehört. Das liegt aber vielleicht auch daran, daß die kein Windows
> verwenden, wenn sie nicht müssen, sondern anspruchsvoller sind. Sicher, 
> eine Fest-
> platte kann schon mal den Geist aufgeben, aber davon sprachen wir ja nicht.
> 
> Manchmal ist aber ein Problem nicht im Rechner, sondern vor dem Rechner.
> 
> Nix für ungut.
> 
> 
> Ich bitte Dich, zukünftig den Leuten, die bereit sind, ihre Zeit zu 
> opfern, um Dir
> zu helfen und zu antworten doch bitte etwas mehr Respekt und Dankbarkeit 
> entgegen zu
> bringen - auch wenn deren Antwort nicht Deinen Erwartungen und 
> Anforderungen entsprechen
> sollten.
> 
> Jetzt fürchte ich mich vor der wie üblich ausschweifenden Antwort.
> Wie Du magst, ich brauche sie aber nicht.
> 
> Gruß
>    Volker
> 
> 
> _______________________________________________
> lug-ld mailing list
> lug-ld at lists.lug-ld.de
> http://lists.lug-ld.de/mailman/listinfo/lug-ld




Mehr Informationen über die Mailingliste lug-ld